Meine Vision für den virtuellen Markt

Ich sehe die virtuellen Märkte nach dem Vorbild des natürlichen Wasserkreislaufs, der in der Natur alles Leben versorgt. Auf ähnliche Weise versorgen die virtuellen Märkte die Bedürfnisse alles im Web Lebenden.

In der Natur verdunstet Wasser in den Ozeanen und allen fließenden und stehenden Gewässern, um sich in Wolken zu sammeln, über die Erde zu wandern und als Niederschlag das Leben auf der Erde zu versorgen und sich in Gerinnen zu sammeln und wieder den Meeren zu zu strömen.

Schon früh bauten die Menschen an Bächen und Flüssen Mühlen und Sägewerke, die das strömende Wasser als Energiequelle nutzen. Später errichteten sie an geeigneten Stellen von Flüssen Laufkraftwerke, welche die gewaltige kinetische Energie der bewegten Wassermassen in universell anwendbare und leicht verteilbare elektrische Energie wandeln, die den Energiebedarf ganze Siedlungen deckten.

Das Wasser wird kanalisiert und macht so Felder nutzbar, um Menschen mit Nahrung zu versorgen. One Wasser wäre die Natur - und alles Lebende - nicht denkbar.

In meinem Bild eines virtuellen Marktes symbolisiert das fließende Wasser mit seiner Bewegungsenergie den Besucherstrom, der durch die von den Websites gelegten "Gerinne" fließt. Manche dieser Websites dienen nur der Kanalisierung der Ströme, während andere die von den Besucherströmen mitgeführte Kaufkraft in eine leicht verteilbare Energieform namens "Geld" wandeln.

Die Betreiber solcher Websites führen das so gewonnene Geld in geeigneten Leitungen dem Verteilersytem (Bankkonten) zu, um ihren Betrieb und seine Arbeitskräfte zu versorgen sowie für das Unternehmen Gewinn, Rücklagen und Vermögen zu bilden.

Die Verweise, die von den Vermarktungs-Websites der Unternehmer in diesem großen, nach dem Vorbild der Natur geformten Marktplatz von Website zu Website führen, entsprechen den weit verzweigten Gerinnen, Bächen, Flüssen, Strömen und stehenden Gewässern (Seen) in der Natur.

All diese "Gewässer" verdunsten Substanz, die in der Folge als Niederschlag wieder in den Gerinnen, Bächen und Flüssen zusammen kommt. Die von den Vermarktungs-Websites gespeisten Unternehmenspräsenzen entsprechen den von Wasserkraft getriebenen Kraftwerken, Mühlen und Sägewerken.

In der virtuellen Welt unseres Marktes entsprechen die Verweise der Vermarktungs-Websites zu ihren Untenehmenspräsenzen den Gerinnen und Bächen; die Unternehmenspräsenz-Websites je nach Größe und Zweck den Flüssen oder Seen. Es kommt darauf an, diese Verweise "in Flussrichtung" zu kanalisieren, dass sie also weder im Kreis laufen, noch sich im Nichts verlieren.

Den Flüssen und Strömen entsprechen Websites, in denen sich Besucher aus "Niederschlag", "Grundwasser" oder "Gerinne" einfinden, und in der Folge weitergeleitet werden. Den stehenden Gewässern entsprechen Websites, die Besucher "sammeln und stehen (statt sich bewegen) machen", sei es in Form von Foren, Blogs, sozialen Portalen, Artikelverzeichnissen, Trainingszentralen, Bilder- oder Mulitmedia-Galerien.

So wie Laufkraftwerken in Flüssen (oder auch Stauseen) die in den Wassermassen mitgeführte Energie in Turbinen in die universell nutzbare elektrische Energie wandeln, so wandeln die entsprechend gestalteten Websites (eShops) die Kaufkraft der Besucher in die universell nutzbare und leicht transportierbare Energieform Geld.

So wie in der Natur Wasser verdunstet, geht uns ein Teil der Besucher von Websites anscheinend "verloren" (d.h. sie folgen nicht den Verweisen), um als "Niederschlag" in der einen (oder der anderen) der vielen verteilten Websites wieder aufzutreten. Ein anderer Teil wird wohl als "Niederschlag" in fremden Websites landen, und ein weiterer Teil wird dem Lauf der Strömung folgen, um weiter im (durch Verweise gebildeten) Flussbett zu bleiben.

Ein Teil der Besucher, die den Wassermengen in Seen und Flüssen entsprechen, liefert schon da nutzbare Energie (Kaufkraft wird im Tausch gegen Güter zu Geld gewandelt), wie etwa die Fischerei aus größeren Gewässern Nahrung gewinnt.

In diesem Konzept hat "Besitzanspruch" und "Gier" genau so wenig Platz wie im natürlichen Wasserkreislauf.

Zur Veranschaulichung sei nur der eine Aspekt betrachtet, dass ein Teil der "verloren gehenden" Besucher aus unseren Strömen und ruhenden Massen zwangsläufig in fremden Gefielden (Domains) landen wird. Wir unternehmen nichts, um das zu unterbinden, weil wir (genau wie die Natur) darauf vertrauen, dass auf umgekehrten Weg genau so "Niederschlag" aus der "Verdunstung" aus fremden Domains in unseren Gefielden niedergehen und sich in unseren Gerinnen sammeln wird.

Der "Atmosphäre" mit ihren (verdunstetes Wasser sammelnden) Wolken entsprechen in dieser Vision die Suchmaschinen, Webkataloge, öffentliche Lesezeichen, Artikelverzeichnisse, Blogs, soziale Portale etc., die Besucher "verdunsten" und (in Form von Suchergebnissen auf Anfragen oder über Verweise) unsere "Gefielde" als "Niederschlag" speisen.

Den besonderen Wert dieser Vision sehe ich in der ganzheitlichen Sicht, sowie in der intelligenten "Konstruktion der Flussläufe" und ihrer "Topografie", was uns gegenüber der gesamten Konkurrenz Vorteile einräumt.

"Die Konkurrenz" ist in der Regel darauf erpicht, individuelle Besucherströme zu erzeugen und diese "auszubeuten" - ein Modell, für das es in der Natur nichts Vergleichbares zu finden gibt.

Ich denke, dass seit Urzeiten Produzenten, Händler und Konsumenten wussten, wo sie zusammenkommen - auf den bekannten Marktplätzen. Jahrtausende hat dieses System überall auf der Welt wunderbar funktioniert.

Erst in den letzten Hundert Jahren meinte man, man müsse ein "altes System" durch etwas, was völlig zu Unrecht die Bezeichnung "Werbung" trägt, und einer Pseudo-Wissenschaft zu danken ist, ersetzen.

So sind die Menschen für das "Natürliche" blind geworden und meinten, sie müssten die üble Praxis moderner Werbung - die tatsächlich zum großen Teil Verführung und Trug um des Geschäftes willen ist, - auch in das Web übernehmen.

Die so geschaffenen Märkte aber dienen schon von ihrer Schöpfungsabsicht her nicht dem Ganzen und dem Konsumenten, der versorgt sein will und willens ist, dafür Geld auszugeben, sondern einseitig dem Anbieter, der im Extremfall nichts für viel Geld gibt.

In meiner Vision ist "das Ganze" auf den Vorteil ALLER ausgelegt ... so wie die Wasserläufe in der Natur allem Leben in ihrer Umgebung dienen. Ich vertraue darauf, dass im Grunde immer und überall genug für alle da ist.

In ihrer letzt endlichen Wirkung wird diese Vision für den Unternehmer im Web das bisher bekannte und verfolgte System auf den Kopf stellen:

Muss in der herkömmlichen Geschäftswelt der Unternehmer seine Kunden suchen, so werden auf dem Markt meiner Vision die Kunden den Unternehmer suchen - und finden, indem sie die vorhandenen Ressourcen nutzen.

Copyright 2010 © Helmut W. Karl, (Impressum)